Wochenlang oder sogar monatelang nach einer Schiffs- oder Zugreise das Gefühl zu haben, der Boden schwankt ununterbrochen weiter, ist extrem zermürbend. Doch wie sieht die Prognose bei Mal de Débarquement (MdDS) aus und was passiert, wenn die mentale Belastung wächst?
Was du über den Verlauf von MdDS wissen musst:
- Stark individueller Verlauf: Es gibt keine feste Norm. Bei einigen Betroffenen verschwindet das Schwanken nach drei bis fünf Wochen, bei anderen hält es sechs oder sogar zwölf Monate an.
- Häufig spontane Besserung: In den meisten Fällen legt sich die Symptomatik glücklicherweise nach einigen Wochen oder Monaten wieder von alleine.
- Gefahr von sekundärem PPPD: Monatelanges Dauerschaukeln zerrt an den Nerven. Durch die ständige Verunsicherung und Selbstbeobachtung entwickeln Betroffene sekundär nicht selten einen funktionellen Schwindel (PPPD), Angststörungen oder depressive Phasen.
- Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche: Treten solche psychisch belastenden Begleiterkrankungen auf, ist es absolut ratsam und wichtig, sich therapeutische oder psychologische Unterstützung zu holen.
- Nicht eingebildet: Nur weil die Psyche auf diese Ausnahmesituation reagiert, heißt das nicht, dass der Schwindel „nur im Kopf“ entsteht! Mal de Débarquement ist eine von der Bárány Society offiziell anerkannte, reale neuro-otologische Erkrankung mit klaren Kriterien.
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