Morbus Menière gilt bislang als unheilbar. Es gibt weder die eine Operation noch das Wundermedikament, das die Erkrankung garantiert verschwinden lässt.
Was die Wissenschaft zu den Behandlungen und dem Verlauf sagt:
- Die Betahistin-Studie: In Studien schnitt Betahistin im Vergleich zu einem wirkstofffreien Placebo nicht wirksamer ab – in beiden Gruppen nahmen die Anfälle gleichermaßen ab!
- Der Placeboeffekt: Wer fest an die Besserung glaubt, erfährt oft eine reale Linderung – das liegt jedoch meist an der Erwartungshaltung und nicht am Wirkstoff selbst.
- Natürlicher Verlauf: Langzeitbeobachtungen zeigen, dass Menière-Attacken im Laufe der Jahre von selbst seltener werden – auch bei Patient*innen, die gar keine Medikamente einnehmen.
- Schwache Evidenz: Auch für strikte Diäten oder operative Eingriffe (wie die Sakkotomie) gibt es bisher keine eindeutige wissenschaftliche Evidenz für eine langfristige Wirksamkeit.
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