Schwindel nach Reise? MdDS oder PPPD?

Sowohl beim Mal-de-Débarquement-Syndrom (MdDS) als auch bei PPPD (persistierender postural-perzeptiver Schwindel) leiden Betroffene unter einem quälenden, dauerhaften Schwank-, Wipp- oder Schaukelgefühl. Doch wie unterscheidet man die beiden Erkrankungen sauber voneinander?

Die zwei wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

  • Der Auslöser: MdDS beginnt typischerweise innerhalb von 48 Stunden nach einer längeren passiven Fortbewegung (Schiffs-, Flug-, Auto- oder Zugreise). PPPD hingegen entsteht meist nach einer akuten vestibulären Erkrankung oder infolge starker psychischer Belastungen wie Panik, Schock oder Trauerfall.
  • Die Reaktion auf passive Bewegung: Das eindeutigste Kriterium! Bei MdDS bessern sich die Symptome in passiver Bewegung (z. B. beim Autofahren oder Zugfahren) spürbar oder verschwinden sogar ganz. Bei PPPD ist genau das Gegenteil der Fall: Passive Bewegung verstärken das Schwindelgefühl meist deutlich.
  • Warum die Differenzierung entscheidend ist: Obwohl sich die Symptome im Alltag ähneln können, erfordern beide Krankheitsbilder unterschiedliche Schwerpunkte in der vestibulären Rehabilitation. Eine exakte Anamnese ist daher die unverzichtbare Basis für den Therapieerfolg!

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