Die genaue Ursache für Morbus Menière ist bis heute wissenschaftlich nicht abschließend geklärt – doch es gibt eine führende Hypothese: den endolymphatischen Hydrops. ㅤ
Was dabei im Innenohr vermutet wird:
Überdruck im Innenohr: Die Innenohrflüssigkeit (Endolymphe) schwillt an. Durch den Druck wird die trennende Membran extrem gedehnt oder reißt mikroskopisch ein.
Fehlsignale im Gleichgewicht: Durch den Flüssigkeitsübertritt entstehen unkontrollierte Aktionspotenziale. Das Gehirn interpretiert diesen plötzlichen Reiz als schnelle Eigenbewegung – ein heftiger Drehschwindel entsteht!
Verbindung zum Gehör: Da die Endolymphe auch die Hörschnecke (Cochlea) ausfüllt, erklärt dieser Mechanismus die typischen Hörprobleme wie Ohrdruck, Tinnitus oder Hörverlust.
Rein hypothetisch: In Studien fand man diesen Hydrops auch bei vollkommen gesunden Menschen ohne jeglichen Schwindel. Die Theorie ist also plausibel, aber kein endgültiger Beweis! ㅤ
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