Während viele gängige Mittel kaum Evidenz besitzen, gibt es zwei Maßnahmen, die in Studien eine messbare Wirkung auf die Drehschwindelattacken bei Morbus Menière gezeigt haben.
Wirkung, Nutzen und Risiken im Überblick:
- Cortison durchs Trommelfell: In randomisierten Doppelblindstudien konnte eine gezielte Cortison-Injektion ins Ohr die Häufigkeit der Schwindelanfälle signifikant vermindern.
- Destruktive Gentamicin-Therapie: Gentamicin ist ototoxisch und schaltet die überreizten Sinneshärchen im Innenohr gezielt aus. Das Prinzip: Keine Haarzellen = keine Fehlsignale = kein Drehschwindel.
- Ernste Risiken beachten: Gentamicin zerstört Gewebe und kann das Gehör dauerhaft schädigen. Da Morbus Menière im Verlauf auch das zweite Ohr befallen kann, droht im schlimmsten Fall ein schwerwiegender beidseitiger Ausfall (bilaterale Vestibulopathie).
- Gute Langzeitprognose: Auch ohne invasive Eingriffe nehmen die Attacken im Laufe der Jahre meist von alleine ab – zudem lindert eine positive Erwartungshaltung (Placeboeffekt) nachweislich die Symptomlast.
- Unbedingt ärztlich abwägen: Solche Behandlungen gehören zwingend in die Hände spezialisierter Ärztinnen.
👉 Du möchtest die genauen Therapieansätze, Kriterien und Prognosen bei Morbus Menière verstehen? Schau dir jetzt unsere ausführliche Patienteninformation oder das Hauptvideo auf YouTube an.
📍 Du suchst qualifizierte Therapeut*innen in deiner Nähe, die auf Schwindel spezialisiert sind? Nutze direkt unsere Therapeut*innensuche!