Dir wird gesagt, dein Gleichgewichtsorgan fällt alle paar Monate oder Jahre erneut aus aufgrund einer Neuritis Vestibularis? Viele Betroffene mit wiederkehrenden Schwindelattacken bekommen genau diese Erklärung zu hören. Doch aus wissenschaftlicher und neurologischer Sicht ist diese Aussage in 99 von 100 Fällen falsch.
Was wirklich hinter wiederkehrenden Anfällen steckt:
- Neuritis wiederholt sich fast nie: Eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs ist fast immer ein einmaliges Ereignis im Leben. In 99 von 100 Fällen tritt sie kein zweites Mal auf.
- Blutbild zeigt keine Viren: Selbst wenn Herpesviren als Auslöser vermutet werden, lässt sich das nicht im normalen Blutbild nachweisen. Es handelt sich um eine isolierte, lokale Entzündung direkt am Nervenstrang.
- Typische Fehldiagnose bei Schüben: Wer über Monate oder Jahre hinweg immer wieder heftige Drehschwindelattacken oder Schwankschwindel erlebt, leidet fast nie an mehrfachen Nervenausfällen.
- Die wahren Auslöser für Schwindelschübe: Hinter wiederkehrenden Schwindelanfällen stecken in den allermeisten Fällen zwei ganz andere Krankheitsbilder: die vestibuläre Migräne oder Morbus Menière.
- Gezielte Abklärung statt Fehlbehandlung: Statt tatenlos auf den nächsten Anfall zu warten, muss differenzialdiagnostisch exakt abgeklärt werden, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Denn vestibuläre Migräne und Morbus Menière erfordern völlig unterschiedliche Therapieansätze.
👉Du möchtest typische Fehldiagnosen beim Gleichgewichtsausfall und die Abgrenzung zu Morbus Menière sowie vestibulärer Migräne im Detail verstehen? Schau dir jetzt unsere ausführliche Patienteninformation zur vestibulären Migräne und Morbus Menière oder das Hauptvideo auf YouTube an.
📍 Du suchst qualifizierte Therapeut*innen in deiner Nähe, die auf Schwindel spezialisiert sind? Nutze direkt unsere Therapeut*innensuche!